Die Druckentlastungsphase in der Überdruckkammer dauert in der Regel 10 bis 20 Minuten.
Wenn es sich um eine klinische Standardbehandlung mit 2,0 ATA (absoluter atmosphärischer Druck) handelt, ist die 15-minütige Boost/Liter-Bin-Rate der “Goldstandard” in der Branche. Diese Dauer wird keineswegs durch den Kopf bestimmt, sondern ist ein extrem streng kontrollierter Prozess. Wir steuern den Druckabfall durch präzise Auslassventile. Damit die im Blut gelösten Gase (hauptsächlich Sauerstoff und Reststickstoff) genügend Zeit haben, in die Lunge zu gelangen und sicher ausgeatmet zu werden. Wird dieser Schritt zu schnell vollzogen, bilden sich Stickstoffblasen im Gewebe, die die Dekompressionskrankheit (im Volksmund “Taucherkrankheit” genannt) oder schwere Druckschäden an Ohren und Nebenhöhlen verursachen. Nur durch Verlangsamung und Stabilisierung kann der Druckausgleich im Ohr des Patienten der Druckänderung vorausgehen, so dass der Prozess der Rückkehr zum Normaldruck komfortabel und im Einklang mit der medizinischen Sicherheit verläuft.

Warum 15 Minuten?
Obwohl 10 bis 20 Minuten für die meisten klinischen Situationen ausreichen, wird die 15-minütige Dekompression für die 2,0-ATA-Therapie allgemein als “Sweet Spot” für die Patientensicherheit angesehen.
Die Dekompressionszeit wird streng auf der Grundlage der während der Behandlung erreichten Tiefe (Druck) berechnet. Wir arbeiten mit einem Präzisionsablassventil, um den Druck langsam abzulassen. Das ist mehr als nur “die Tür öffnen”, es ist ein linearer Druckabfallprozess, der die physikalische Logik des Tauchers an der Oberfläche simuliert.
Die Wissenschaft hinter der Dekompression
Die Dekompression ist zeitaufwändig, der Hauptgrund dafür ist physiologischer Natur. Bei der hyperbaren Sauerstofftherapie (HBOT) steht der Körper unter einem höheren Druck als dem normalen Atmosphärendruck, wodurch sich mehr Sauerstoff (und je nach Gaszusammensetzung auch etwas Stickstoff) im Plasma und im Gewebe löst.
Verhinderung der Dekompressionskrankheit: Wenn der Druck zu schnell abfällt, lösen sich die gelösten Gase schnell aus der Lösung und bilden Blasen. Das ist genau das gleiche Prinzip wie beim Öffnen einer Flasche mit kohlensäurehaltigem Getränk. Beim Menschen können diese Blasen die Dekompressionskrankheit auslösen, die zu Gelenkschmerzen, neurologischen Problemen und noch schwerwiegenderen Komplikationen führt. Ein Puffer von 10 bis 20 Minuten sorgt dafür, dass diese Gase langsam in die Lunge transportiert und auf natürliche Weise ausgeatmet werden.
Schutz des Mittelohrs und der Nebenhöhlen: Die häufigste Nebenwirkung von Druckveränderungen sind Quetschungen. Während der Dekompression (Auftauchen) dehnt sich die Luft im Mittelohr und in den Nebenhöhlen aus. Wenn die Dekompressionsgeschwindigkeit zu schnell ist, kann die Luft nicht durch die Eustachische Röhre abgelassen werden, was zu starken Schmerzen und sogar zu einer Schädigung des Trommelfells führt. Bei einem gleichmäßigen Tempo von 15 Minuten können die Patienten in der Regel problemlos die “Druckanpassung” durchführen, um mit dem Rhythmus der Druckänderungen Schritt zu halten.
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Welche Faktoren wirken sich auf Ihre Dekompressionszeit aus?
Obwohl 10 bis 20 Minuten die Norm sind, können einige Variablen die Zeit etwas verlängern:
Behandlungstiefe: Eine Behandlung mit 2,4 ATA oder 3,0 ATA (in der Regel bei bestimmten Erkrankungen wie Kohlenmonoxidvergiftungen) erfordert einen längeren und langsameren Dekompressionsprozess als 1,5 oder 2,0 ATA.
Patientenkomfort: Wenn der Patient während des Aufstiegs Ohrenschmerzen verspürt, verlangsamen wir die Dekompression sofort oder unterbrechen sie sogar ganz, bis der Patient den Druckausgleich abgeschlossen hat. Zu diesem Zeitpunkt kann die Zeit mehr als 20 Minuten betragen.
Kabinentyp: Ob es sich um eine Mehrpersonen- oder eine Einzelkabine handelt, sie folgen einem strengen Hebeschema, unterscheiden sich aber geringfügig im mechanischen Abgassystem, das den linearen Druckabfall steuert.
Was spüren Sie während der Dekompressionsphase?

In den letzten 10 bis 20 Minuten werden Sie einige körperliche Veränderungen feststellen:
Temperaturänderungen: Wenn der Druck sinkt, kühlt sich die Luft in der Kabine natürlich ab.
Auspuffgeräusch: Sie hören ein kontinuierliches Zischen, wenn das Auslassventil ausläuft.
Die Ohren “wackeln”: Sie werden ein ähnliches Gefühl in Ihren Ohren spüren, wenn Sie mit dem Flugzeug landen oder einen Berg hinunterfahren. Dies ist ein Zeichen dafür, dass sich die Luft im Mittelohr ausdehnt und entweicht, was normal ist.
Sicherheit steht immer an erster Stelle
Die Dekompressionsphase ist ebenso kritisch wie die Behandlungsphase. Obwohl ich auch die Gefühle der Patienten verstehe, die schnell aus der Kabine heraus wollen, ist der 10- bis 20-minütige Aufstieg ein medizinisch vorgeschriebenes Sicherheitsprotokoll. Geben Sie dem Körper genügend Zeit, um sich zu erschöpfen und auszugleichen, damit die hyperbare Sauerstofftherapie nicht nur die Krankheit heilt, sondern auch absolut sicher für die Atemwege und das Gehör ist.
Autor: Dr. Marcus Thorne
Hallo, ich bin Facharzt für Hyperbarmedizin und verfüge über 11 Jahre klinische Erfahrung. Im Laufe meiner Karriere als Leiterin von Hyperbareinrichtungen habe ich Tausende von Behandlungen überwacht, wobei ich strenge Sicherheitsprotokolle und das Wohlbefinden der Patienten über alles gestellt habe.
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